Blog · Preise
Was kostet eine Website für einen kleinen Betrieb?
Es ist die erste Frage in fast jedem Erstgespräch, und die ehrlichste Antwort darauf lautet zunächst: Das kommt darauf an. Das klingt nach Ausweichen, ist aber der Kern des Problems. Wer im Netz sucht, findet Websites für 0 Euro, für 29 Euro im Monat, für 890 Euro und für 15.000 Euro — und alle vier nennen sich Website. Deshalb hier einmal auseinandergenommen, wovon der Preis tatsächlich abhängt.
Die vier Preisstufen, die es am Markt gibt
Selbst gebaut mit einem Baukasten: 0 bis 300 Euro im Jahr. Sie klicken sich Ihre Seite bei einem der bekannten Anbieter selbst zusammen. Kostet fast nichts an Geld und ziemlich viel an Zeit. Für einen Betrieb, der nebenher noch arbeiten muss, sind das erfahrungsgemäß zwei bis vier Wochenenden — und danach steht eine Seite, die aussieht wie eine Vorlage, weil sie eine ist.
Fertige Seite von einem Nebenberufler: 300 bis 800 Euro. Meist eine Vorlage, in die Ihre Texte und Bilder eingesetzt werden. Kann völlig in Ordnung sein. Die Frage ist, was passiert, wenn derjenige in einem Jahr keine Zeit mehr hat.
Feste Preise bei einem kleinen Anbieter: 800 bis 3.000 Euro. Hier liegen wir. Sie bekommen eine Seite, die auf Ihren Betrieb zugeschnitten ist, mit Texten, die jemand für Sie schreibt, statt Ihnen ein leeres Feld hinzustellen.
Agentur: 5.000 bis 20.000 Euro. Dafür bekommen Sie ein Team, eine Markenberatung, ein Fotoshooting und ein Redaktionssystem. Für einen Konzern angemessen. Für eine Werkstatt mit vier Mitarbeitern selten.
Wovon der Preis wirklich abhängt
Nicht von der Technik. Die ist bei einer normalen Firmenseite in ein paar Tagen gebaut. Teuer wird immer dasselbe:
Die Texte. Das ist der größte Posten, den fast niemand einrechnet. Wenn Sie die Texte selbst liefern sollen, sitzen Sie am Ende drei Wochenenden daran — oder es passiert schlicht nicht, und die Seite hängt monatelang halbfertig herum. Wir haben das so oft gesehen, dass die Texte bei uns im Preis stecken. Wir reden eine Stunde mit Ihnen, und daraus schreiben wir sie.
Die Anzahl der Seiten. Ein Onepager mit allem auf einer Seite ist etwas anderes als zwölf Seiten mit einer eigenen Seite je Leistungsbereich. Wer viele Leistungen einzeln erklären will, bekommt mehr Text, mehr Struktur — und mehr Aufwand.
Die Bilder. Eigene Fotos vom Betrieb sind fast immer besser als gekaufte. Wenn keine da sind, muss jemand welche machen oder passende beschaffen. Beides kostet.
Sonderwünsche. Terminbuchung, Kundenbereich, Shop, mehrere Sprachen. Das sind eigene Projekte, keine Zusatzhäkchen.
Was laufend dazukommt
Der Kaufpreis ist nicht alles. Drei Posten laufen weiter, egal bei wem Sie bauen lassen:
- Die Domain, also Ihre Adresse im Netz: meist 10 bis 20 Euro im Jahr.
- Das Hosting, also der Speicherplatz auf einem Server: je nach Anbieter 3 bis 20 Euro im Monat.
- Betreuung, falls Sie eine wollen: Sicherungskopien, kleine Änderungen, jemand, der erreichbar ist. Bei uns beginnt das bei 29 Euro netto im Monat, andere rufen mehr auf.
Rechnen Sie also nicht nur mit dem Preis auf dem Angebot, sondern mit dem, was die Seite im Jahr kostet. Bei uns landen kleine Betriebe typischerweise bei einmalig 590 bis 1.490 Euro netto und danach bei rund 30 bis 70 Euro netto im Monat, wenn sie die Betreuung dazunehmen — die genauen Zahlen stehen bei den Paketen und Preisen.
Woran Sie ein unseriöses Angebot erkennen
Ein paar Punkte, bei denen es sich lohnt, genauer hinzuschauen:
„Platz 1 bei Google garantiert.“ Niemand kann das versprechen. Wer es tut, verkauft Ihnen etwas, das er nicht liefern kann. Man kann eine Seite so bauen, dass sie technisch sauber auffindbar ist — wo genau sie dann landet, entscheidet Google.
Kein Preis auf der Website. Muss nichts heißen, aber wenn Sie erst drei Gespräche brauchen, um eine Zahl zu hören, ist das ein Zeichen.
Unklare Eigentumsfrage. Fragen Sie direkt: Gehört mir die Seite hinterher? Bei Mietmodellen lautet die Antwort nein — Sie zahlen monatlich und stehen ohne Seite da, wenn Sie kündigen. Das kann trotzdem passen, aber Sie sollten es wissen. Fragen Sie auch, auf wessen Namen die Domain läuft. Sie sollte auf Ihren laufen.
Sehr lange Laufzeiten. 24 oder 36 Monate Bindung bei einer Website sind unnötig.
Der Kostenvoranschlag hat keine Positionen. „Website: 2.400 Euro“ sagt Ihnen nicht, was Sie bekommen. Ein Angebot sollte auflisten, wie viele Seiten, wie viele Korrekturrunden, ob Texte dabei sind und was extra kostet.
Und wenn das Budget nicht reicht?
Dann ist eine kleine, gute Seite besser als eine große, halbfertige. Ein sauber gemachter Onepager mit klaren Angaben, Ihren Leistungen, Öffnungszeiten und einem Kontaktweg bringt Ihnen mehr als eine zwölfseitige Seite, an der Sie sich verheben. Ausbauen kann man später immer noch — das ist billiger, als etwas Falsches zu reparieren.
Was Ihnen niemand verkaufen sollte: eine Seite, die Sie sich nicht leisten können, finanziert über eine lange Laufzeit, an deren Ende Ihnen nichts gehört.
Kurz zusammengefasst
Für einen kleinen Betrieb liegt ein realistischer Rahmen bei 600 bis 2.500 Euro einmalig, dazu 10 bis 70 Euro im Monat für Hosting und Betreuung. Alles darunter heißt meist: Sie machen die Arbeit selbst. Alles deutlich darüber heißt meist: Sie zahlen für eine Struktur, die Sie nicht brauchen.
Wenn Sie ein konkretes Angebot vorliegen haben und nicht einschätzen können, ob es passt — rufen Sie uns an. Wir sehen es uns an und sagen Ihnen ehrlich, was uns auffällt, auch wenn Sie danach beim anderen unterschreiben. Das kostet nichts.