Blog · Website planen
Website selbst bauen oder machen lassen?
Wir sind kein neutraler Ratgeber in dieser Frage — wir bauen Websites, davon leben wir. Trotzdem: Es gibt Fälle, in denen wir Leuten abraten, uns zu beauftragen. Deshalb hier der Vergleich so ehrlich, wie er von uns kommen kann.
Was ein Baukasten wirklich leistet
Die bekannten Anbieter sind besser geworden, als viele denken. Sie bekommen dort in einem Nachmittag etwas Vorzeigbares hin: Vorlage aussuchen, Texte eintippen, Bilder hochladen, veröffentlichen. Die Seiten sind auf dem Handy meist brauchbar, ein Kontaktformular ist dabei, ein Hosting auch.
Für eine ganze Reihe von Fällen reicht das völlig:
- Sie brauchen nur eine Visitenkarte im Netz — Name, Leistung, Telefonnummer.
- Sie starten gerade und wissen noch nicht, wohin es geht.
- Sie haben mehr Zeit als Geld und arbeiten sich gerne ein.
- Sie wollen selbst laufend Sachen ändern und Spaß daran haben.
Wenn Sie sich in einem dieser Punkte wiederfinden, sparen Sie sich das Geld. Wirklich.
Der Punkt, an dem die meisten scheitern
Er heißt nicht Technik. Er heißt Text.
Der Baukasten stellt Ihnen eine schöne Vorlage hin, in der „Ihr überzeugender Slogan hier“ steht. Und dann sitzen Sie da. Was schreibt man über den eigenen Betrieb, ohne dass es entweder angeberisch oder langweilig klingt? Wie erklärt man in drei Sätzen, was man macht, wenn man es seit zwanzig Jahren einfach tut?
Wir sehen das ständig: Seiten, die seit acht Monaten im Entwurf hängen, weil die Texte fehlen. Oder Seiten, auf denen bei zwei von sechs Unterseiten noch der Blindtext der Vorlage steht.
Das ist der eigentliche Unterschied. Bei einem Dienstleister sollten die Texte dabei sein. Bei uns sind sie es — wir reden eine Stunde mit Ihnen über Ihren Betrieb und schreiben daraus die Seite. Wenn Sie ein Angebot einholen, fragen Sie genau das ab: Wer schreibt die Texte? Wenn die Antwort „Sie liefern die Inhalte“ lautet, wissen Sie, was auf Sie zukommt.
Was noch dazukommt, wenn Sie selbst bauen
Ein paar Dinge, die im Baukasten nicht von allein passieren und die man leicht übersieht:
Impressum und Datenschutzerklärung. Beides brauchen Sie als Gewerbetreibender. Die Datenschutzerklärung muss zu dem passen, was Ihre Seite tatsächlich tut — wenn Sie ein Kartenmodul oder Schriften von einem fremden Server einbinden, gehört das dort hinein. Generatoren gibt es, aber sie können nur beschreiben, was Sie ihnen sagen. Eine rechtliche Prüfung Ihres Einzelfalls ist damit nicht verbunden — dafür ist ein Anwalt zuständig.
Externe Bausteine. Eingebettete Karten, Videos, Schriften von fremden Servern, Besucherzähler: Vorlagen bringen so etwas oft schon mit, ohne dass Sie es merken. Externe Schriften sind der häufigste Anlass für Abmahnschreiben, die uns Kunden zeigen. Wenn Sie selbst bauen, lohnt es sich, in den Einstellungen der Vorlage nachzusehen, was da alles mitläuft.
Anmeldung bei Suchmaschinen und die Grundeinstellungen, damit die Seite überhaupt gefunden werden kann.
Die Adresse. Kaufen Sie Ihre Domain auf Ihren eigenen Namen. Das klingt nebensächlich, ist es aber nicht — sie ist das Einzige an Ihrer Netzpräsenz, das Sie im Zweifel überallhin mitnehmen können.
Wann Sie es machen lassen sollten
Aus unserer Sicht lohnt sich ein Dienstleister, wenn mindestens zwei davon zutreffen:
- Ihre Zeit ist mehr wert als der Preisunterschied. Rechnen Sie ehrlich: drei Wochenenden zu Ihrem Stundensatz.
- Die Seite soll Anfragen bringen, nicht nur existieren.
- Sie haben mehrere Leistungen, die je eigene Erklärung brauchen.
- Sie wissen, dass Sie beim Texteschreiben hängen bleiben.
- Sie wollen sich um Sicherungen, Erreichbarkeit und Aktualisierungen nicht kümmern.
Der Punkt, den wir selbst offen ansprechen
Wir bauen statische Seiten. Der Vorteil: Sie sind schnell, brauchen keine Updates und haben kaum Angriffsfläche. Der Nachteil, und den sagen wir jedem im Erstgespräch: Sie können darin nicht selbst herumschreiben. Wenn Sie jede Woche einen neuen Text einstellen wollen, sind Sie bei einem Baukasten oder einem Redaktionssystem besser aufgehoben als bei uns.
Für die meisten kleinen Betriebe passt das trotzdem, weil sich an einer Firmenseite realistisch zweimal im Jahr etwas ändert — eine Telefonnummer, ein neues Bild, eine neue Leistung. Das erledigen wir dann. Aber es ist ein echter Unterschied, und wer ihn erst nach dem Kauf erfährt, ärgert sich zu Recht.
Der Mittelweg, den kaum jemand nennt
Sie müssen sich nicht entscheiden, ohne etwas gesehen zu haben. Ein Weg, den wir oft gehen: Wir bauen Ihnen die Startseite, bevor Sie sich festlegen — Sie sehen dann Ihren eigenen Betrieb auf einer echten Seite und nicht eine fremde Vorlage. Danach entscheiden Sie. Das ist unser kostenloser Website-Entwurf.
Und wenn Sie danach sagen, Sie machen es doch selbst: auch gut. Dann haben Sie zumindest eine Vorstellung davon, wie es aussehen könnte.